Die ersten Tage zurück in Redding

 

Seit fast einer Woche (und nach über 28 Stunden Anreise) sind Jonas und ich nun wieder zurück in Redding, CA. Ein arbeitsreicher, aber schöner Sommer in Deutschland liegt hinter uns.

Wir wussten nicht wirklich, was uns hier erwarten wird, denn bereits seit über einem Monat kämpft die Stadt gegen die jährlichen Waldbrände. Jedoch war es noch nie so schlimm wie dieses Jahr – es ist der größte Waldbrand in der Geschichte Kaliforniens. Noch immer gibt es Brände, die nun jedoch vollständig unter Kontrolle und weiter außerhalb sind. Zwischenzeitlich hatten wir auch die Information, dass das Feuer gerade einmal 5 min Autofahrt von unserem jetzigen Haus entfernt ist – sprich das Feuer brannte sich durch die Stadt. Im Freien konnte man sich nur mit Maske aufhalten, da der starke Rauch als gesundheitsschädlich eingestuft wurde.
Um der Not entgegenzutreten hält die Stadt zusammen. Menschen die alles verloren haben, oder evakuiert wurden, konnten in einigen Restaurants kostenlos essen. Schlafplätze wurden angeboten, Hilfsgüter verteilt. In der Bethel Church wurde eine Art Versorgungslager eingerichtet in der Betroffene warme Mahlzeiten erhielten, aber auch Decken, Klamotten und vor allem eines: seelischer Betreuung und Gebet.

Es ist ein komisches Gefühl, nach so einer Katastrophe zurück zu kehren. Es sind tagsüber über 40 Grad, die Landschaft ist staubtrocken, seit zwei Tagen ist der Rauch wieder in der Stadt und mit diesem auch Asche die durch die Luft fliegt. Reddings nahegelegener Erholungsort Whiskeytown Lake (ebenso unsere Verlobungslocation) ist komplett niedergebrannt, ebenso wie fast alle Wälder drum herum. Schwarze Berge rahmen das Stadtbild. Doch die Feuer sind unter Kontrolle und die Stadt ist dankbar: „Thank you, Firefighter´s“ liest man in Geschäften, Schulen, auf Plakaten, Autos, Fahnen und Banner.

Und auch wir sind dankbar. Unser Haus, dass wir mit einem weiteren deutschen Ehepaar teilen, ist von den Flammen verschont geblieben und wir können uns an diesem in vollen Zügen erfreuen! Was für ein Segen!
Jonas und ich genießen vor allem die Terrasse und den Garten, aber auch einfach das größere Platzangebot im Vergleich zu den vorherigen Apartments. Und eben auch eines: unsere erste Zeit zusammen als Ehepaar.

Die Schule beginnt für uns am Dienstag mit dem Registrationday und dann heißt es: BSSM2 the adventure continues 🙂

 


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